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Orientierung und Expertise für Ihre Vermögensanlage – Ihr „Fels in der Brandung", Thomas Kickermann.
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28.02.2026
Naher Osten im Fokus: Angriff auf Iran – was bedeutet das für die Märkte?
Markteinordnung zum 28.02.2026
Die jüngsten militärischen Aktionen der USA und Israels gegen iranische Ziele verschärfen die geopolitische Lage im Nahen Osten deutlich. Die unmittelbare Marktreaktion folgte dem bekannten Muster:
  • Ölpreise zogen spürbar an
  • Risikoassets gerieten unter Druck
  • Gold legte zu
  • Rüstungswerte zeigten relative Stärke
Öl als neuralgischer Punkt
Der Iran kontrolliert indirekt einen der wichtigsten Flaschenhälse des globalen Energiemarktes – die Straße von Hormus. Rund 20 % des weltweiten Ölhandels passieren diese Route. Jede Eskalation erhöht:
  • Transportversicherungsprämien
  • Frachtraten
  • Risikoaufschläge im Ölpreis
Ein nachhaltiger Anstieg Richtung 100 USD je Barrel würde:
  • Inflationshoffnungen dämpfen
  • Zinssenkungserwartungen verschieben
  • Konsum und Industrie belasten
Lieferketten – Comeback eines alten Risikos?
Nach Pandemie und Ukrainekrieg haben sich Lieferketten stabilisiert. Eine regionale Eskalation könnte jedoch:
  • Energiepreise erhöhen
  • Chemie- und Düngemittelproduktion verteuern
  • globale Transportkosten steigen lassen
Vor allem Europa wäre energiepolitisch sensibel.
Aber: Politische Börsen haben kurze Beine
Historisch betrachtet reagieren Märkte kurzfristig emotional auf geopolitische Schocks. Solange es keine strukturelle Eskalation mit globaler Ausweitung gibt, normalisieren sich Kurse häufig nach einigen Wochen.
Der Kapitalmarkt preist Risiko schnell ein – und ebenso schnell wieder aus.
Das unterschätzte Risiko: 2 Billionen US-Private Credit
Während Medien und Anleger intensiv über eine mögliche „KI-Blase" diskutieren, liegt das größere systemische Risiko womöglich im Schatten:
Der US-Markt für Private Credit ist auf rund 2 Billionen USD angewachsen. Dabei handelt es sich um außerbörsliche Unternehmensfinanzierungen – vergeben u.a. von:
  • BlackRock
  • Ares Management
  • Apollo Global Management
  • KKR & Co.
  • Blue Owl Capital
Diese Institute vergeben Kredite außerhalb des klassischen Bankensystems – mit geringerer Regulierung, weniger Transparenz und oft illiquider Struktur.
JPMorgan warnt
Laut Einschätzungen großer US-Banken, darunter JPMorgan, könnte sich hier eine ähnliche Dynamik wie vor der Finanzkrise 2007/08 entwickeln:
  • hohe Verschuldung
  • geringe Covenants
  • illiquide Bewertungsmodelle
  • Fondsstrukturen mit Rückgaberechten
Beispiel: Blue Owl
Die Aktie von Blue Owl Capital verlor seit Jahresbeginn 2026 rund 30 %.
Das ist kein Insolvenzsignal – aber ein Warnhinweis, dass Anleger beginnen, Risiko neu zu bewerten.
Private Credit & KI – ein enger Zusammenhang
Die gewaltigen Investitionen in künstliche Intelligenz – Rechenzentren, Infrastruktur, Energie – wurden nicht ausschließlich über Eigenkapital finanziert.
Ein erheblicher Teil dieser Expansion wurde durch:
  • strukturierte Kredite
  • Private-Debt-Fonds
  • außerbilanzielle Finanzierungen
getragen.
Das bedeutet:
Eine mögliche Abschwächung im KI-Sektor würde nicht nur Tech-Aktien betreffen, sondern auch die Kreditgeber im Hintergrund. Die viel diskutierte „KI-Krise" wäre also möglicherweise kein reines Bewertungsproblem von Nvidia & Co., sondern ein Kreditmarkt-Thema.
Strategischer Rückblick: Anpassungen Ende 2025 / Anfang 2026
Die Reduktion von:
  • US-Tech
  • hochbewerteten KI-Titeln
zugunsten von:
  • Gold
  • Goldproduzenten
  • Minenwerten
  • Emerging Markets
  • Defense
erwies sich bislang als rationaler Schritt. Gerade in geopolitisch angespannten Phasen profitieren:
  • Sachwerte
  • Rohstoffe
  • Rüstungsunternehmen
  • Regionen mit günstiger Bewertung
Europa Value statt US-Konzentrationsrisiko
Die starke Gewichtung des S&P 500 und des MSCI World führte zu einer extremen Abhängigkeit von wenigen US-Megacaps.
Eine Umschichtung in:
  • europäische Value-Titel
  • Schweizer Qualitätswerte
  • Substanzwerte mit Cashflow
reduziert:
  • Bewertungsrisiken
  • KI-Konzentration
  • Private-Credit-Exposition indirekt
Europa handelt mit Bewertungsabschlag – bei solider Dividendenrendite.
Fazit
Kurzfristig dominiert die geopolitische Unsicherheit im Nahen Osten.
Mittelfristig liegt das größere systemische Risiko möglicherweise im US-Private-Credit-Markt – insbesondere in Verbindung mit der massiven KI-Finanzierung.
Politische Börsen haben kurze Beine. Kreditblasen jedoch nicht.
Die strategische Verlagerung von US-Growth hin zu Value Europa, Gold, Emerging Markets und Defense erscheint im aktuellen Umfeld weiterhin gut begründet.
Die entscheidende Frage lautet nicht, ob KI langfristig erfolgreich ist – sondern wie sie finanziert wurde.
Herzliche Grüße
vom Fels in der Brandung
02.02.2026
Gold und Silber: Gesunde Korrektur nach Überhitzung
Markteinordnung zum 02.02.2026
Nach der massiven Korrektur bei Gold und Silber in den vergangenen Handelstagen stellt sich für viele Anleger die Frage: Handelt es sich um den Beginn einer Trendwende – oder lediglich um eine überfällige Verschnaufpause?
Rückblick: Ein außergewöhnlich starkes Jahr
Zur Einordnung lohnt ein Blick zurück:
Der Goldschlusskurs zum 31.12.2025 lag bei 4.315,09 USD. In den darauffolgenden Wochen stieg der Goldpreis zeitweise bis auf rund 5.600 USD – und erfüllte damit bereits Anfang 2026 praktisch alle durchschnittlichen Jahresprognosen, die für das Gesamtjahr erwartet worden waren.
Vor diesem Hintergrund ist klar:
Der Markt war kurzfristig überkauft.
Die aktuelle Korrektur: Gesund statt bedrohlich
Die derzeitige Bewegung – mit Kursen um 4.700 USD – ist aus markttechnischer Sicht mehr als gesund. Sie dient dem Abbau spekulativer Übertreibungen und schafft die Grundlage für einen stabilen, nachhaltigen Aufwärtstrend.
Gerade in starken Bullenmärkten sind solche Korrekturphasen kein Zeichen von Schwäche, sondern ein notwendiger Bestandteil eines funktionierenden Marktes.
Charttechnische Unterstützungszonen
Aus charttechnischer Sicht lassen sich aktuell mehrere relevante Unterstützungen identifizieren:
  • 4.540 USD – kurzfristig zentrale Marke
  • 4.000 USD – strategisch sehr starke Zone
Solange diese Bereiche halten, bleibt das übergeordnete Bild bei Gold klar bullisch.
Fazit: Ruhe bewahren – Chancen nutzen
Bestehende Goldpositionen: definitiv halten
Noch nicht investiert: Korrekturen bieten eine hervorragende Gelegenheit, erste Positionen sukzessive aufzubauen
Gold bleibt in einem Umfeld aus geopolitischen Spannungen, struktureller Verschuldung und geldpolitischer Unsicherheit ein zentraler Stabilitätsanker im Portfolio.
Herzliche Grüße
vom Fels in der Brandung
18.01.2026
Orientierung
Liebe Leserinnen und Leser,
die sehr guten ersten Börsenwochen des Jahres werfen zwangsläufig die Frage auf: Wie geht es weiter?
Aus meiner Erfahrung kann ich Ihnen sagen: Die nächste Krise kommt bestimmt. Die entscheidende Frage ist nicht ob, sondern wie gut Ihr Portfolio darauf vorbereitet ist.
Eine solide Asset-Allokation ist langfristig deutlich wichtiger als perfektes Timing. Dennoch halte ich wenig von starren Konzepten nach dem Motto: ein paar Core-Investments plus Satelliten, für alle Zeiten festgezurrt. Märkte verändern sich – Portfolios sollten das auch können.
Für mich gilt daher ein klarer Grundsatz:
Flexibel bleiben.
Breit streuen.
Megatrends nutzen.
Keine starren Quoten.
Weder bei der Aktien- noch bei der Rentenquote halte ich feste Gewichtungen für zielführend. Stattdessen sollten sämtliche Anlagemöglichkeiten berücksichtigt und situationsabhängig eingesetzt werden:
  • Aktien
  • Anleihen
  • Edelmetalle
  • Rohstoffe
  • Alternative Investments
  • Währungen
  • Immobilien
Ein Portfolio ist kein starres Konstrukt, sondern ein lebendes System, das sich an neue Rahmenbedingungen anpassen muss – wirtschaftlich, politisch und technologisch.
Wer heute nur auf eine Anlageklasse oder ein einziges Szenario setzt, riskiert morgen böse Überraschungen. Wer hingegen Diversifikation ernst nimmt und flexibel bleibt, erhöht die Chancen, auch durch die nächste Krise souverän zu kommen.
Herzlich
Ihr „Fels in der Brandung"
29.12.2025
Ausblick Kapitalmarkt 2026
Liebe Leser,
zum Ende des Jahres können Sie in jeder Fachzeitschrift, von jedem Analysehaus & jeder Bank die Prognosen für das Jahr 2026 erfahren.
Das Jahr 2025 hat uns gezeigt, dass es nicht (mehr) ausreicht, auf ein paar „core"–ETFs zu setzen (MSCI World, S&P500 etc.). Auch Mischfonds sind nicht unbedingt ein „Allheilmittel". Es ist zunehmend auch notwendig, die politische und wirtschaftliche Entwicklung pragmatisch zu „lesen".
Um eine gute Performance zu generieren, war es unabkömmlich die Megatrends zu „spielen" und international zu diversifizieren. Dies können Sie in meinen Blogs aus 2025 immer wieder nachlesen.
Bewährte Megatrends
Neben „meinen" Megatrends Gold, Goldproducers, Defense und AI kommen zum Ende des Jahres weitere hinzu: Europäische Banken und Versicherer, Energie, Materials (Infrastruktur) und „Global Mining". Neben Gold, Silber & Kupfer auch Rohstoffkonzerne wie z.B. BHP und Rio Tinto -> immer über einen ETF!
Regionale Perspektiven
Die USA profitieren von möglichen weiteren Zinssenkungen und dem „Big Beautiful Bill", Emerging Markets, insbesondere Asien vom Wachstum, Europa vom „Pflänzchen" Wachstum. Hier bitte value beachten und Großbritannien nicht vergessen, ebenso die Schweiz. Japan über Qualität und Value!
Sie merken, es bleibt spannend und die „nächste Krise" kommt bestimmt irgendwann, auch wird sich bei der „AI-Blase" irgendwann in den nächsten Jahren die „Spreu vom Weizen" trennen.
Ich wünsche Ihnen einen guten Rutsch ins Jahr 2026, vor allen Dingen Gesundheit, Glück und Erfolg –
…und einen unabhängigen, erfahrenen Vermögensberater 😉!
Herzliche Grüße vom „Fels in der Brandung"!
30.11.2025
Augenmaß und Diversifizierung zahlt sich aus!
Liebe Leser,
die Konsolidierung der Rüstungswerte nähert sich vermutlich dem Ende zu, die Chancen auf die nächste Zinssenkung der FED sind gestiegen, „AI – Blase" in aller Munde….
Meine Meinung: bei der sogenannten „AI – Blase" wird sich irgendwann die „Spreu vom Weizen" trennen, Aktienwerte, wie Alphabet halte ich persönlich bei diesem KGV nicht für überbewertet. Dies hat auch Warren Buffet eindrucksvoll mit seiner Beteiligung bewiesen.
Meine „Megatrends" AI, Rüstung, Gold habe ich erweitert, ( Energie- ) Versorger, die den enormen Bedarf der AI an Energie bewerkstelligen, Construction & Materials, Infrastruktur, Minenaktien allgemein, nicht nur Goldminen.

Fazit
Liquidität schadet nie, um Chancen nutzen zu können. Rentenwerte weiterhin gut als wichtige weitere Anlageklasse in Phasen eher sinkender als steigender Zinsen. Megatrends und Value, breite Diversifikation, weltweite Allokation und Emerging Markets nicht vergessen!
Beste Grüße vom Fels in der Brandung!
24.10.2025
„Value vor Momentum"
Liebe Leser,
ich möchte zunächst auf meinen Blog vom 06.10.2025 zurückkommen, insbesondere auf die Bemerkung die Depotbestände aufgrund der überkauften Situation auch einmal einer Re-Allokation zu unterziehen, auch Gold.
Nach den Rücksetzern im Gold und bei den Goldproducers, aber auch im AI-Bereich heißt mein Motto für den Rest des Jahres: „Value vor Momentum"
Diversifikation
Value und Qualität Europa, Emerging Markets (auch Indien und Vietnam), seltene Erden.
Megatrends halten
Megatrends und auch Goldbestände halten, immer unter der Prämisse Reallokation.
Liquidität
Liquidität 10 – 15 % vorhalten.
Beste Grüße vom Fels in der Brandung!
06.10.2025
„An realisierten Gewinnen ist noch niemand gestorben" versus Momentum und FOMO
Liebe Leser,
nach YTD-Renditen im sehr guten zweistelligen Bereich wird es derzeit immer wichtiger genau hinzuschauen.
Gibt es trotz Depot-Diversifizierung Klumpenrisiken? Dies z.B. im Hinblick auf Fonds und ETFs auf den S&P, den Dow, den Nasdaq, den Technologie- und AI-Fonds?
Da reicht es schon, sich die ersten zehn Positionen nach Gewichtung anzusehen, um Ihre Klumpenrisiken zu erkennen, die in diesem Jahr zu dieser Super- Performance geführt haben.
Was ich damit sagen will?
Ich glaube langfristig weiterhin fest an die Megatrends AI, Defense und Infrastruktur, aber die derzeitige Kapitalmarktsituation kann man schlicht als „überkauft" bezeichnen.

Empfehlung
Bestände in Gold, AI und Defense auch einmal einer Reallokation unterziehen und 15 – 20 % Liquidität aufbauen ( wenn nicht bereits vorhanden ), um Marktchancen auch nutzen zu können.
Beste Grüße vom Fels in der Brandung!
21.09.2025
FED senkt um 25 BPs
Liebe Leser,
ich sehe die Senkung tatsächlich sinnvoll, und zwar „nur" 25 BPs, da Powell zum einen den Arbeitsmarkt stützen muss, zum anderen aber auch die Inflation bekämpfen sollte. Und diese Gefahr besteht weiterhin durch Trumps Zollpolitik, da viele Preise an den US-Verbraucher zumindest zum Teil weitergegeben werden könnten.
Wer profitiert neben den US-Unternehmen noch?
Durch den beginnenden Zinssenkungszyklus, 4 Zinsschritte à 25 BPs (?) wäre es logisch, dass der USD weiter zur Schwäche tendiert. In USD verschuldete Länder sollten profitieren, da es für diese Länder dann günstiger wird, ihre USD-Verbindlichkeiten zurückzuzahlen, hinzu kommen für diese Länder ggfs. günstigere Rohstoffpreise ( da auch in USD ) und ggfs. Kapitalmarktströme weg vom USD (weniger Zinsen) zu höheren Zinsen in EM – Ländern.
Profiteure konkret
Brasilien, Chile, Peru aber auch Indonesien, Malaysia und die Philippinen.
Fazit
ich empfehle eine weitere Depotdiversifizierung in guten EM-Fonds / EM-ETFs mit weniger China- Anteil.
Herzliche Grüße vom Fels in der Brandung!
23.08.2025
„but remember to come back in september…?"
Liebe Leser,
mein letzter Blog datierte vom 05.08.2025.
Da der August und gerade der September oft schwächere Monate sind, können investierte Anleger in diesen Monaten auch einmal „zuwarten", wie es ein ehemaliger Chefvolkswirt einer Schweizer Großbank zu sagen pflegte.
Konkret: Die Monate September und Oktober könnten für wenig investierte Anleger noch einmal eine Chance zum Einstieg bieten.
Und auch „Totgesagte" ( USA ) leben oftmals länger, Big Beautiful Bill begünstigt US-Unternehmen ( nicht nur Steuern auch Abschreibungsmöglichkeiten ) Zölle handelt Trump (leider) für die USA gut aus, moderate Zinssenkungen durch Powell signalisiert, erste Zinssenkung wahrscheinlich bereits im September.
AI als Megatrend erst am Anfang!
Defense und Infrastrukturunternehmen als weitere Megatrends vor guten Zeiten
Konsum könnte schwächer ausfallen
Pharma aufgrund Unsicherheit Trump ( „MFN-Akt" ) gefährdet
Japans Finanzsektor und Bewertungen gut
Asien und EM-Märkte sollten wieder mehr beigemischt werden
Gold bleibt Stabilisator
Rentenfonds weltweit mit Investmentgrade-Bewertungen und einer Duration von 4 Jahren immer noch bei knapp 5 % Bruttorendite als wiederentdeckte Assetklasse beimischen

Wichtig
eine langfristige und professionelle Vermögensstruktur muss sich immer an Ihren individuellen Vorgaben orientieren und darf halt nicht „von der Stange" sein!
Sie muss „leben" und sich ständig an sich verändernde Rahmenbedingungen, sei aus von Kunden-, aber auch von der Marktseite anpassen!
Viele Grüße vom „Fels in der Brandung"!
05.08.2025
Palantir Update
Liebe Leser,
einige erinnern sich an meinen Blog vom 06.06.2025 über Palantir, dies bei einem Kurs von EUR 111,74 EUR. Heutiger Kurs 149,22 EUR. Seit dem 06.06.2026 ein sattes Plus von 33%!
Fazit und meine eigene Meinung: nicht durch die täglichen Meldungen verunsichern lassen, investieren Sie in Unternehmen, von denen auch Sie überzeugt sind. Bei Palantir scheiden sich hier die Geister, von „Genial" bis „Gefährlich" ( „ZDF-Doku").
Ich selbst investiere auch aus Diversifizierungs- und Risikogesichtspunkten in diesem Fall oftmals eher in ETFs, die Palantir mit guter Gewichtung enthalten, u.a. in Defense- und AI-ETFs.
Herzliche Grüße vom „Fels in der Brandung"
22.07.2025
Trump – Zollstreit – Trump – Zollstreit – Trump
Strategische Assetallokation kann und muss man nicht timen….
Wenn man die täglichen Nachrichten und die Kapitalmarktnachrichten verfolgt, darf man eigentlich nie investieren!
Zollstreit USA gegen den Rest der Welt, Lieferketten, Überschuldung USA, Trump gegen Powell, Putin, Ukraine, China, Taiwan, Nordkorea, Nahost, Rezession, schwacher USD, es findet sich immer ein Grund, (noch) nicht zu investieren!(diese Woche darf man gespannt sein, da in Kürze mal wieder ein Zollultimatum abläuft……..).
Aber bleiben wir bei einer langfristigen strategischen Ausrichtung, den Markt kann man einfach nicht timen, und es ist auch unerheblich bei der richtigen Strategie. Warren Buffet wird auch oft zitiert, „investieren, wenn die Kanonen donnern", „lege nicht alle Eier in einen Korb", aber, völlig konträr, „wenn Du weißt, welches Ei das richtige ist, dann lege dies und nur dies in den Korb" (sinngemäß).

Fazit
Cost-average-Effekt ausnutzen, sukzessive seine eigene Strategie aufbauen, immer noch genügend Liquidität vorhalten, aus meiner Sicht gut und mit gesundem Menschenverstand diversifizieren.
Heißt: Megatrends AI, Defense, Infrastruktur mit defensiven Value Titeln mischen, mit Blick auch auf Europa und EUR, keine Autobauer (meine exklusive persönliche Meinung), mögen sie auch noch so „billig" erscheinen. Alternative Investments können beigemischt werden, Edelmetalle immer um 10 % halten. Und – Immobilien bitte als Direktinvestments (qualitative Ausnahmen bestätigen die Regel).
Immer daran denken: ruhig und besonnen bleiben, weder zu viel Angst, noch zu große Gier, langfristig denken!
Viele Grüße vom „Fels in der Brandung" und bleiben Sie gesund!
13.07.2025
„In der Ruhe liegt die Kraft"
Es wird mal wieder spannend, die Berechenbarkeit von Trump ist, dass er unberechenbar ist.
In dieser Situation fühlen wir uns mit unserer Assetallokation und Ausrichtung weiterhin sehr wohl, Megatrends (Defense, AI, Infrastruktur, Cybersicherheit) neben europäischen (unterbewerteten) Value-Titeln, internationalen Rentenfonds und Gold.
Und – Liquidität vorhalten, um Chancen am Markt auch flexibel spielen zu können.
Vor der aktuellen Berichtssaison zum 30.06. kann man eher von Störungen bei den Ausblicken der Unternehmen ausgehen und sollte hier sensibel bleiben. Zollstreit, sich verschärfende geopolitische Konflikte, US-Schulden, Positionierung China (Verkauf von US-Staatsanleihen) werden die nächsten Wochen weiterhin bestimmen.
Die komplexe US-Situation
Die Situation in den USA ist komplex, der schwache USD hilft den US-Unternehmen beim Export, Gegenzölle drohen, durch erhoffte Mehreinnahmen durch Zölle hofft Trump, Schulden abbauen zu können und versprochene Erleichterungen für US-Unternehmen (und Verbraucher…) zu finanzieren.
Inflation und Zinsen
Zölle lassen aber auch das Thema US-Inflation wieder aufleben, dabei sollte die FED doch in der zweiten Jahreshälfte endlich die Zinsen senken, wie von Trump gefordert. Dies hilft den zinssensiblen US-Techfirmen, eine Digitalsteuer seitens Europa weniger…..
Da schauen wir uns doch mal in Ruhe die nächsten Tage an und reagieren flexibel!
Herzliche Grüße vom „Fels in der Brandung"
09.07.2025
„Anleiherenditen nicht vergessen"
Liebe Leser,
Durch das jahrelange Nullzinsniveau in Europa wird allerorts verständlicherweise nur über Aktienmarkt und Aktienmarktrenditen diskutiert. Ja, das war auch bis vor 2 Jahren opportun.
Warum sollte man bei einer ausgewogenen Assetallokation auch Renditen von 1 % oder darunter beimischen? Hier hieß es damals, ausgewogenes Aktienportfolio, genügend Liquidität vorhalten, Gold und ggfs. Rohstoffe beimischen (Immobilien bitte eher als direkte Investition).
Doch bereits seit 2 Jahren konnten wir auch im Rentenmarkt wieder sehr gute Renditen erzielen. Die aktuelle kurzfristige Konsolidierungsphase im Rentenmarkt normalisiert sich gerade wieder.

Nur ein Beispiel zur Depotbeimischung und Diversifizierung: Breit gestreuter Rentenfonds, Duration 3,4 Jahre, durchschnittliches Investmentgrade-Rating von BBB und einer Yield to Maturity Rendite (EUR) von ca.4,90 % p.a..
Gut, oder?
Herzliche Grüße vom „Fels in der Brandung!
04.07.2025
„Big Beautiful Bill & USA first"
Liebe Leser,
Der USD hat seit Anfang des Jahres mehr als 10 % gegenüber dem EUR verloren, China verkauft US-Staatsanleihen, europäische ETFs verzeichnen massive Zuwächse zugunsten USA, Zollkrieg geht in die nächste Phase.
Wie geht es weiter, wie soll „man" sich positionieren?
Viele Analysten präferieren nun Europa, auch Nebenwerte, ich denke, man sollte die USA ( Aktienmarkt ) nicht unterschätzen.
Der USD wird zunächst schwach bleiben, da die Zinsdifferenz zu Europa bis zum Ende 2025 durch FED-Zinssenkungen abnimmt, was den USD noch unattraktiver macht. Ein schwacher USD plus der Beautiful Bill hilft den Unternehmen in den USA, hinzu kommt, dass fallende US-Zinsen die zinssensiblen Techwerte begünstigen werden.
Breite Diversifikation ist weiterhin das Maß aller Dinge, Megatrends AI, Defense und Infrastruktur investiert bleiben, europäische Dividendentitel durchaus beimischen, aber bitte eher die Allianz als Mercedes….
Herzliche Grüße vom „Fels in der Brandung"
01.07.2025
1. Halbjahr 2025 USD gegenüber EUR mehr als 10 % Minus! Ja und?
Liebe Leser,
Seit Anfang des Jahres hat der USD gegenüber dem EUR um über 10 % verloren. Dies schmälert nicht nur die Performance in physischem Gold, welches weiterhin mit 3.344 USD nahe Höchststand notiert. Auch Anlagen in Aktien und Anleihen aus den USA mussten durch diese Währungsverluste viel Federn lassen.
Der „Irrglaube", dass die Zinsdifferenz USD / EUR von ca. 2 % den USD stützt und tendenziell „stark" macht, wurde durch die unsichere Handelspolitik, den „Zinskampf" zwischen FED und Regierung und dem Schuldenproblem USA nebst möglicher Schuldengrenzerhöhung zunichte gemacht. Aufgrund dieser Gemengelage haben Investoren aus dem USD in den EUR umgeschichtet, dies erkennt man unschwer am Wechselkurs und wird bestätigt durch Nachrichten aus den Fonds-ETF-Branche.
Ach ja, aufgrund der Zinsdifferenz müsste der USD bei ca. 1,10 stehen und nicht bei 1,17…soweit die Theorie…
Und jetzt werden die Zinsen noch zusätzlich wohl eher in den USA gesenkt (2.Jahreshälfte) und die EZB hat eine Zinssenkungspause signalisiert.

Fazit
Bei jeder Vermögensanlage sollte man das Währungsrisiko nicht außer Acht lassen, Defense, AI/KI, Infrastruktur sind weiterhin Megatrends, aber die Beimischung von Value-Dividendentiteln aus Europa hat gut getan.
Herzliche Grüße vom „Fels in der Brandung"
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